22.04.2009 - 09:57
Es gibt kein Ja oder Nein, Es gibt nur Ja"
Judoka verbleiben im TuS Jena
Die Judoka werden den TuS Jena nicht verlassen. Das ist das Ergebnis der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Abteilung am gestrigen Abend.
Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, aber für einige sehr überraschend. Zu einer Abstimmung über den Verbleib ist es, anders als erwartet, gar nicht gekommen. "Es gibt kein Ja oder Nein", sagte Abteilungsleiter Dr. Mario Blei hinterher. "Es gibt nur Ja."
Ursprünglich wurde die Sitzung bei der letzten Versammlung geplant, um über den weiteren Verbleib im TuS Jena abzustimmen. Zwar kann eine Abteilung ihren eigenen Austritt nicht beschließen, die Gründung eines neuen Vereines und damit der Wechsel aller Mitglieder dorthin wäre aber möglich - wie es die Fechter vor Jahren taten.
Doch für die Judo-Abteilungsleitung waren noch zu viele Fragen offen. Ein Austritt sei unter den gegebenen Bedingungen nicht möglich, sagt Mario Blei. "Unsere Starter könnten auf Bundesebene ein Viertel Jahr nicht starten, wir hätten Probleme, Hallenzeiten zu bekommen und unsere Trainingsanzüge, die die Sponsoren erst mit TuS beschriften ließen, wären nutzlos", zählte er einige Probleme auf.
Erleichtert zeigten sich TuS-Präsident Christoph Schwind und die Vizepräsidenten Dirk Kreinberger und Axel Koch, die zu der Sitzung gekommen waren. "Wir freuen uns über das Vertrauen und sind frohen Mutes, dass die Ziele so umgesetzt werden, wie wir es uns vorstellen", so Kreinberger.
Die Frage nach einer möglichen Insolvenz des Vereins bleibt aber bestehen. Die Stadt hat von den zugesagten 50 000 Euro erst die Hälfte überwiesen. Bevor das restliche Geld fließt, so entschied der Finanzausschuss, müsse der TuS die Mitgliedsbeiträge weiter erhöhen. Für die einzelnen Abteilungen würde sich dann die jährliche Umlage pro Mitglied nicht nur von zehn auf kürzlich beschlossene 20 Euro verdoppeln, sondern sogar vervierfachen. Das aber kommt für das TuS-Präsidium nicht in Frage, so Kreinberger. Bei einer weiteren Erhöhung, glaubt er, würden viele Mitglieder den Verein verlassen.
Was sich wiederum mit der Forderung der Stadt, die Zahl der Vereinsmitglieder konstant zu halten, widerspricht.
Quelle: (OTZ) 21.04.2009 von Katrin Martin Jena








