Philipps Olympianotizen

08.03.2010 - 08:36
Die Zeit verging viel zu schnell ...

Vor einem halben Jahr fing das Abenteuer an. Ich bewarb mich auf die Empfehlung des Vorsitzenden der Thüringer Sportjugend bei der Deutschen Olympischen Akademie für die Teilnahme am Deutschen Olympischen Jugendlager Vancouver 2010. Nach endlosen Wochen des Wartens kam schließlich ein dicker Brief mit allen wichtigen Unterlagen mit einem Gratulationsschreiben ins Haus geflattert.
Im November war dann schließlich ein Vorbereitungstreffen in Pullach, an dem alle 46 Sportler und 8 Betreuer teilnahmen. Dort bekamen wir alle wichtigen Infos und Instruktionen für das Jugendlager und uns wurde gesagt, was wir bis zum Beginn im Februar noch zu erledigen hatten.
Die Zeit zwischen dem Wochenende in Pullach und dem Start der Reise empfand ich als unendlich lang. Doch als es schließlich nur noch eine Woche bis zum Abflug war ging die Hektik los und es musste noch viel organisiert werden.
Nachdem ich bei der Anreise einige Probleme hatte, da mein Flug, aufgrund von Schneefall, von Leipzig nach Frankfurt gestrichen wurde, kam ich mit ein paar anderen Teilnehmern schließlich einen Tag später in der Lodge in Pemberton an.
Pemberton liegt circa eine Autostunde oberhalb von Whistler.
Die Tage während der Spiele vergingen wie im Fluge und wir hatten tolle Erlebnisse. Ich besuchte den Biathlonwettkampf der Frauen, bei dem Magdalena Neuner die Goldmedaille gewann. Wir waren zu Gast im Deutschen Haus und aßen dort Abends noch eine Kleinigkeit, während am Nebentisch gerade Dr. Thomas Bach eine Unterhaltung mit Bernhard Schwank führte. Abends legte immer eine DJ auf und wir tanzten zusammen mit den Deutschen Athleten.
Ich hatte auch die Möglichkeit das Olympische Dorf zu besichtigen und in dem riesigen Verpflegungszelt bei einem Gespräch mit dem Pressesprecher des NOC (Nationales Olympisches Komitee) mein Mittagessen zu genießen. An einem Tag hatten wir einen Guide der uns die schönsten Plätze Vancouvers zeigte. Zuerst gingen wir in den Stanley Park, von dem man einen tollen Blick auf die Skyline von Vancouver hat. Anschließend stärkten wir uns ein wenig auf dem Markt von Granville Island. Der überdachte Markt lässt in Sachen Exotik uns Qualität keine Wünsche offen. Von Lachs bis Rinderfilet und Gewürzen bis Gourmetzutaten konnte man dort alles finden. Anschließend schlenderten wir über die Robson Street, welche die Haupteinkaufstraße der Stadt ist und während der Olympischen Spiele eine reine Fußgängerzone war.
Die Zeit in Kanada verging leider viel zu schnell und wir haben noch nicht einmal alle großen Attraktionen Vancouvers besichtigen können. Meiner Meinung nach lohnt sich eine Reise nach Kanada immer, da die Landschaft einmalig ist. Orte wie Vancouver an denen man vormittags im Meer baden kann und nachmittags in den Bergen Ski fahren sind sehr selten auf der Welt.

20.02.2010 - 06:22
Grüße aus Vancouver!

Hallo liebe Sportler, Trainer und Eltern,

ich sende euch viele Grüße von den Olympischen Winterspielen in Vancouver/Kanada!

Bei uns ist mittlerweile der 3. Tag angebrochen und es ist gerade halb 9 am Morgen. Leider war die Anreise etwas chaotisch, da mein Flug von Leipzig nach Frankfurt gestrichen wurde. Also sind wir erst einen Tag später in Vancouver angekommen. Und zu allem Überfluss ging auch das Gepäck von einigen anderen Teilnehmern auf dem Flughafen verloren. Aber gestern ist es dann endlich bei uns in der Unterkunft angekommen.

Unsere Lodge befindet sich in Pemberton, ein paar Kilometer oberhalb von Whistler. In Whistler finden alle Schnee- und in Vancouver alle Eiswettkämpfe statt. Ich hatte schon die Gelegenheit, dass German Fan Fest und das Deutsche Haus in Vancouver zu Besuchen. Gestern waren wir beim Biathlon 10km Sprint der Herren aber leider lief es für die Deutschen nicht so gut. Der beste Deutsche war nur auf Platz 19.

Heute können wir uns in der Lodge etwas ausruhen und heute Abend geht's dann nach Pemberton zu einem Empfang mit den einheimischen Jugendlichen.

Es werden natürlich weitere Updates folgen!

Viele Grüße!

Philipp ;-)

 

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20.02.2010 - 06:22
2. Update

Es ist gerade 13.15 Uhr bei uns in Pemberton und wir haben Traum-Wetter! Die Sonne scheint und es ist keine Wolke am Himmel. Ich habe heute meinen ersten freien Tag, den ich nutze um mich ein bisschen auszuruhen.

Am Mittwoch waren wir mit Rosi Mittermeier und Christian Neureuther im größten Skigebiet Nordamerikas Ski fahren. Das Skigebiet, das direkt bei Whistler liegt, ist riesig und wir hatten nur Sonne. Die Pisten waren exzellent präpariert und der Schnee war klasse.

Gestern sind wir dann gegen Mittag nach Vancouver gefahren um ein bisschen die Stadt anzuschauen. Wir waren in vielen Geschäften und spazierten zwischen den Hochhäusern umher. In Vancouver gibt es am Rande der Spiele viele Veranstaltungen und Stände von Firmen und Organisationen. Eigentlich wollten wir auch in den offiziellen Merchandising Store der Olympischen Spiele, allerdings war die Schlange vor dem Store so groß, dass wir 2h hätten warten müssen. Nachdem dem wir ein wenig die Stadt besichtigten, fuhren wir zum Curling. Ich hatte die Sportart vorher nur einmal kurz im Fernsehen gesehen und wusste nicht wirklich was auf mich zu kam. Aber in der Halle war eine Stimmung wie zu einem Hockeyspiel! Es liefen 4 Begegnungen mit jeweils 2 Mannschaften gleichzeitig. Es war sehr interessant, auch wenn ich nicht jeden Spielzug verstanden habe. Schließlich waren wir 1.30 Uhr nachts wieder in der Lodge.

 

Viele Grüße!

Philipp ;-)

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