Int. Thüringenpokal 2010

22.03.2010 - 15:09

Internationaler Thüringenpokal in Bad Blankenburg

(SG) Der Thüringenpokal für die weibliche Jugend der U17 und U20 zählt zweifellos zu den hochkarätigsten europäischen Wettkämpfen für diese Altersklasse. Rund 550 Starterinnen aus 16 Nationen zeigten zum Teil hochklassiges Judo, was auf Grund der Teilnahme von Nationalteams u.a. aus Japan, Brasilien, Kasachstan, Belgien, Frankreich, Schweiz, Schweden, Kanada, Dänemark, Tschechien, Großbritannien, Schottland sowie einer starken holländischen und österreichischen Delegation und natürlich der gesamten deutschen Spitze aber auch nicht anders zu erwarten war.

Einzige Starterin für den TUS Jena war Sophie Gröning (U17) in der Gewichtsklasse bis 40kg.

Erste Gegnerin war Azinat Khazhu aus dem kasachischen Nationalteam, die nach wenigen Augenblicken bereits mit einem Yuko in Führung ging. Sophie konnte jedoch wenig später kontern und erhielt für eine gelungene Aktion einen Waza-ari, den sie bis zum Kampfende verteidigen konnte. Damit war Sophie die einzige deutsche Starterin in ihrer Gewichtsklasse, die die erste Runde überstanden hatte.

Im zweiten Kampf gegen Jackie Groenen (Niederlande) ging Sophie wiederum sehr beherzt zur Sache, ließ sich aber von ihrer starken Gegnerin überraschen, die mit einem Waza-Ari vorlegte und diese Führung auch nicht mehr aus der Hand gab.

In der Trostrunde wartete mit Darleen Sturm aus NRW eine gute Bekannte, die sehr engagiert zu Werke ging und nach einer kleinen Unachtsamkeit von Sophie einen Yuko erzielen konnte. Aber auch hier konnte sie ihre gewachsenen kämpferischen Qualitäten unter Beweis stellen und drehte auch diesen Kampf mit einem spektakulären Sumi-gaeshi zu einem Ippon-Sieg.

Im Kampf um den Einzug ins "Kleine Finale" um Rang drei stand ihr mit Anne-Sophie Schmidt aus Berlin die amtierende deutsche Meisterin gegenüber. Beide schenkten sich nichts, dann jedoch nutzte Schmidt eine kurze Unkonzentriertheit Sophies aus und erzielte mit einem O-uchi-gari einen klaren Ippon.

Für Sophie blieb damit ein guter siebter Rang, mit ein bißchen mehr Konzentration und Glück wäre aber durchaus auch mehr drin gewesen.

Aus Thüringer Sicht gab es aber dann doch noch Grund zum Jubeln, Vize-Europameisterin Sarah Vogel (Gotha) kämpfte in der 44kg-Klasse einmal mehr ein überragendes Turnier und musste sich erst im Finale der Japanerin Okamoto im Golden Score mit einer kleinen Wertung geschlagen geben.

Natalia Schauseil  (Schwarza) und Vanessa Denke (Saalfeld) konnten in der 57kg-Klasse je zwei Siege erzielen, für Vanessa reichte es damit auch zum siebten Platz. Anna-Sophia Wispel (Erfurt) schied im 40-kg-Limit mit einem verlorenen kampf bereits frühzeitig aus.

Insgesamt lässt sich für den Thüringer Judoverband ein positives Fazit ziehen, neben dem sportlichen Erfolg ist besonders die einmal mehr hervorragende Organisation des Turniers hervorzuheben, die die Reputation unseres Landesverbandes ganz sicher noch weiter verbessern wird.

 

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