Oberfrankencup Hof

22.01.2012 - 10:29

Starke Konkurrenz in Hof

(KG) Der 12. Oberfranken-Cup in Hof war Ziel einer 5-köpfigen Delegation vom Judoclub Jena sowie des LLZ Jena und gleichzeitig Sichtungsturnier des Bayerischen Judoverbands unter den Augen des Landestrainers U14.

Aus dem gesamten Freistaat reisten Sportler an, besonders stark vertreten durch den Bundesligisten Großhadern/München, aber auch wenige Vereine aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nutzten die Gelegenheit, sich mit den Besten Bayerns zu messen.

Dies spiegelte sich in der doch recht geringen Teilnehmerzahl wider, umso mehr wurde das Wettkampfgeschehen von der Qualität bestimmt.

Am Ende standen drei Finals mit Jenaer Beteiligung zu Buche, von denen sich nur die Sportlerin vom LLZ Jena, Frederike Fiedel (-44 kg, 4/0), freuen konnte. Sie siegte souverän nach allen Vorrundenkämpfen im Finale durch kleine Innensichel gegen Vieweg (Kader Oberpfalz).

Bis ins Finale hinein sah es für Johanna Schmidt (-36 kg, 2/1) auch alles nach einem Sieg gegen Altkorn (Großhadern) aus, ehe sie für einen Moment zu unvorsichtig in ihre Spezialtechnik, den Innenschenkelwurf, einstieg und sich dabei selbst in Gefahr brachte, indem sie über den Kopf abrollte – den Kampfrichtern blieb nichts weiter übrig, als Johanna hierfür zu disqualifizieren.

Ähnlich erging es Alexandra Menge (-40 kg, 2/1), die bis ins Golden Score auf die Kampfrichter vertrauen musste, um ihr Finale gegen die starke Gegnerin Kiylioglu (Münchberg) nach ausgeglichenem Kampf für sich entscheiden zu können. Leider schaffte sie keine Wertung und auch so konnte sie sich nicht mit ihren Techniken durchsetzen und verlor denkbar knapp 1:2.

Einen bitteren Tag erlebte Nele Feiler (-33 kg, 2/1) nachdem sie ohne lange zu fackeln ins Halbfinale durchmarschierte und dort wieder auf ihre Gegenerin vom vergangenen Wochenende traf. Gleiches Spiel – gleiches Unglück für sie.

In einer Situation im Boden gab sie den Arm frei und Truong (Leipzig) konnte ohne weiteres einen Hebel ansetzen – 0:10. Im anschließenden Kampf musste sie verletzungsbedingt aufgeben.

Lara Hoffmann (-33 kg, 1/2) war der Konkurrenz noch nicht gewachsen, hatte jedoch die Gelegenheit, sich in den Siegerlisten weiter vorn einzutragen, wenn Konzentration und der Wille zum Sieg da gewesen wären.

Festzustellen bleibt, dass wir uns definitiv auf Augenhöhe mit den Besten befinden, wir aber noch zu oft Chancen liegen lassen und uns selbst um unseren hart erarbeiteten Lohn bringen. Manchmal wäre einfach mehr drin gewesen...

Als bester Verein außerhalb Bayerns dürfen wir uns trotzdem freuen!

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