Bundessichtungsturnier U15 Berlin

Thore und Edgar liefern ab!

Am 14.03.2026 wollten neun Sportler des JC Jena in der männlichen Alterslasse U15 beim Bundessichtungsturiner „Taxi Wonneberger Cup“ vor den Augen des Bundestrainers der männlichen U 18 eine Medaille erringen.

Der Tag fing schon suboptimal an, da sich ein Sportler in den Hochhausschluchten von Marzahn verhedderte und nicht rechtzeitig zum Wiegen erscheinen konnte. Ein weiterer Sportler hatte leichtes Übergewicht, sodass auch um dessen Start gebangt werden musste. Ein weiterer Sportler, welcher bereits die Wage erfolgreich absolvierte hatte, tauchte auf der offiziellen Wettkampfliste gar nicht auf. Die letzten beiden Probleme konnten dann aber zeitnah gelöst werden.

Nachdem Wettkampfbeginn ging es dann Schlag auf Schlag und die Kämpfer unseres Vereins mussten zum Teil erkennen, dass die Trauben am heutigen Tag ungewöhnlich hoch hingen.

Unbenommen dieser Tatsache zeigte Edgar Bauer in der Gewichtsklasse bis 43 kg ein gutes Turnier. Er zeigte sich in seinen ersten drei Kämpfen sehr variabel und konnte diese auch ungefährdet gewinnen. Im Halbfinale traf er dann auf einen Sportler aus Rostock. Nach einem harten Fight musste sich Edgar dem physisch ungewöhnlich starken Gegner beugen. Im kleinen Finale traf er dann auf seinen Landsmann Otto Feustel. Mit einer sauberen Tome Nage konnte sich Edgar das erste Edelmetall des Tages sichern.

Für das beste Ergebnis des Tages sorgte Thore Schneider. Im Auftaktkampf besiegte er Noetzel aus Rodewisch mit Festhalte. Anschließend traf er auf Frenzel von Samurai Oranienburg, Mit einem schönen Wurfpunkt zog Thore eine Runde weiter. Hier hatte er es mit Ole Taraks von VfB Germania Halberstadt zutun. Im Golden Score konnte er dem Sachsen-Anhaltiner einen Yuko abluchsen. Im Finale unterlag Thore leider seinem Dauerrivalen Luis von Wolffersdorf von den Leipziger Sportlöwen. Nichtsdestotrotz Glückwunsch!

Auch Hervorg Sarkysian macht einen guten Wettkampf. Nach einer Auftaktniederlage kämpfte er sich mit vier Siegen tapfer durch die Hoffnungsrunde. Beim Einzugsgefecht für das Kleine Finale geriet er gegen Witt von der Sportschule FF/O) in eine Festhalte. Somit konnte er seinen guten Einsatz nicht veredeln.

Ähnlich erging es Ilja Kacher, welcher im ersten Kampf gegen den Sportlöwen Friedrich Hammermüller einen Yuko abgegeben hatte. In den folgenden vier Kämpfen in der Hoffnungsrunde konnte Ilja mit zum Teil schönen Würfen die Sportler Kemmesies, Wulf, Schneider und Neidick ausschalten. Im Weg zur Bronzemedaille traf er erneut auf Hammermüller von den Leipziger Sportlöwen. Nach dem Ilja seinen Griff vernachlässigte und die zweite Hand Hammermüllers ungebunden blieb, lief er in die Seoi Nage seines Gegners und verlor dadurch sein letzten Kampf und damit auch die Bronzemedaille. Schade.

Der Rest sammelte viel Erfahrung. Die Trainer hoffen, dass die Erfahrung in Trainingserkenntnisse münden.

Am zweiten Wettkampftag fuhren für den Judo Club Jena lediglich die beiden Reuken-Schwestern in die Hauptstadt.

Elise stand bei 16 Sportlerinnen in der Gewichtsklasse bis 57 kg ganz oben in der Liste. Nach dem Auftaktsieg gegen Lani Pierzinski (Bad Belzig) stand ihr Elinor Gottesmann gegenüber. Zwar machte Elise eine gute Figur und konnte der Leipzigerin Paroli bieten, doch reichte es nicht für einen Sieg: Elise fand sich nach einem Bodenkampf in einer Kesa Gatame wieder. In der Trostrunde angekommen gelang ihr zunächst ein Sieg gegen Lilly Langen von der Sportschule Frankfurt/Oder. So stand ihr anschließend Maya Richter (Samurai Oranienburg) gegenüber. Elise machte auch in diesem Kampf keinen schlechten Eindruck, konnte ihn schlussendlich jedoch nicht für sich entscheiden. Das Niveau in der Gewichtsklasse war sichtlich sehr hoch, und das Podest war am Ende ausschließlich mit Endjahrgängen, die zudem Sportschulen besuchen, besetzt.

Marlene, die noch in der U13 beheimatet ist, wagte sich ebenfalls zu Bundessichtung U15 in der Gewichtsklasse bis 36 kg. Sie verlor ihren ersten Kampf gegen Gabriela Kovalev (PSV Eutin) durch Tomoe Nage. Nach einem Freilos in der Trostrunde gewann sie ihren nächsten Kampf gegen die sichtlich schmalere Cataleya Voss aus Rodewisch sehr sehenswert vorzeitig mit ihrer Spezialtechnik Sode Zuri Komi Goshi. Im Kampf um Platz drei wollte Marlene sich dann die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Nach einem Kampf auf Augenhöhe war auch nach der regulären Zeit und im Golden Score noch keine Entscheidung gefallen. Leider ging der Hantai hauchdünn an ihre Gegnerin Isabel Pilch aus Grasdorf. Schade!

Hier noch einmal die Resultate zusammengefasst:


Siege / Niederlagen

Platzierung

Khoi Nguyen

1 / 2

5. Platz

Corvin Krause

2 / 2

5. Platz

Thore Schneider

3 / 1

2. Platz

Edgar Bauer

4 / 1

3. Platz

Ilja Kacher

4 / 2

5. Platz

Georgyi Poretskiy

0 / 2

o. P.

Michelle Böhm

0 / 2

o. P.

Hervorg Sarkysian

4 / 2

7. Platz

Elise Reuken

2 / 2

7. Platz

Marlene Reuken

1 / 2

5. Platz



Jost Then/Theresa Reuken 

Fotos: Privat