Thüringenpokal 2026

Die Welt zu Gast in Thüringen

Ein Kampf bis zur letzten Sekunde 

Einmal im Jahr trifft sich zeitgleich zu den Bremen Masters die Crème de la Crème des Judosports in Bad Blankenburg. Fast 400 Starterinnen der U18 und U21 aus vier Kontinenten fochten um eine der begehrten Medaillen des „Thuringia Cups“.

Als einzige Starterin für den Judo Club Jena ging die frischgebackene Meisterin Vivian Michi ins Rennen. Bei diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld war sie zwar nicht die klare Favoritin, doch sie kämpfte sich in der 16er-Liste von Begegnung zu Begegnung an einer Niederländerin, Schweizerin und Aserbaidschanerin vorbei bis ins Finale durch.

Dort traf sie auf Fenne Peeters aus Belgien. Nach einem kurzen Beschnuppern lag Vivian mit einem Yuko zurück. Doch schnell fand sie ihren Rhythmus und warf einen Yuko nach dem anderen. Kurz vor Schluss gelang ihr ein sauberer Waza-ari mit ihrem durchschlagenden Uchi-Mata. Schon glaubte sie sich als Siegerin und freute sich überschwänglich – statt im Boden nachzufassen und die Zeit verstreichen zu lassen. Im letzten Angriff gelang ihr zwar noch ein vierter Yuko, doch beim Versuch einer Ringerrolle befand sich die Belgierin bereits auf den Füßen: Ein unerlaubter Angriff gegen die Halswirbelsäule und damit ein tragisches Ende. Als deutlich überlegene Kämpferin musste Vivian mit einem Hansoku-Make die Matte verlassen.

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass der so tragisch verlorene Sieg auf internationalem Topniveau hart trifft. Doch: Krönchen richten und weiter geht’s – gezeigt hast du, was du kannst.