Deutsche Meisterschaft U18

Vivian verteidigt ihren Titel!

Die Messestadt Leipzig war erneut Austragungsort der Deutschen Meisterschaften der U18 – und wurde zur Bühne für einen beeindruckenden sportlichen Erfolg. Vivian Michi ging als Titelverteidigerin an den Start, diesmal in der Gewichtsklasse bis 44 kg. Nach ihrem Meistertitel im Vorjahr in der Klasse bis 40 kg war sie bestens vorbereitet, hochmotiviert und als Favoritin ins Turnier gegangen. Insgesamt 21 Athletinnen kämpften in ihrer Gewichtsklasse um den begehrten Titel.

In der ersten Runde hatte Vivian ein Freilos, doch danach zeigte sie eindrucksvoll, warum sie als Topfavoritin galt. Gegen Böhm vom 1. FC Rötz setzte sie bereits nach 49 Sekunden ein klares Zeichen und gewann mit einem sehenswerten Uchi-Mata und anschließender Festhalte vorzeitig. Auch im nächsten Kampf gegen Tshatmirova von der Judoschule Bremerhaven dominierte sie das Geschehen von Beginn an. Mit einem konsequenten und druckvollen Kampfstil zwang sie ihre Gegnerin nach 2:25 Minuten zu drei Shido und entschied auch diese Begegnung für sich. Im Halbfinale ließ sie ebenfalls keinen Zweifel aufkommen: Gegen Hamda vom Godesberger JC sicherte sie sich mit einem Hebel nach nur 1:11 Minuten den Einzug ins Finale.

Dort traf Vivian auf die starke Gottorf vom PSV Eutin. Selbstbewusst, konzentriert und taktisch klug bestimmte sie auch diesen Kampf. Erneut zwang sie ihre Gegnerin zu drei Shido und sicherte sich damit verdient die Goldmedaille.

Für ihre vier Kämpfe benötigte sie insgesamt keine sechs Minuten reine Kampfzeit – ein beeindruckender Durchmarsch. Mit dieser außergewöhnlichen Leistung verteidigt Vivian Michi ihren Titel erfolgreich und krönt sich nun auch in der höheren Gewichtsklasse bis 44 kg zur Deutschen Meisterin. Eine unglaubliche Leistung und der verdiente Lohn für harte Arbeit, Disziplin und großen Kampfgeist – was für ein Tag auf der Matte!


Bei den jungen Männern hatten sich Erik Schneider in der Gewichtsklasse bis 66 kg sowie Jonathan Stanja bis 73 kg für die Titelkämpfe qualifiziert.

Jonathan Stanja startete vielversprechend ins Turnier und sicherte sich zunächst einen Sieg gegen Braunst aus Annen. Im anschließenden Kampf musste er sich jedoch Latest aus Esslingen geschlagen geben. In der Trostrunde bewies Jonathan großen Kampfgeist und setzte sich zunächst gegen Tscherheiko aus Berlin sowie anschließend gegen Kubitza aus Nordrhein-Westfalen durch. Erst im weiteren Verlauf musste er sich Labestski vom Kaizen Berlin geschlagen geben und schied damit aus dem Wettbewerb aus.

Auch Erik Schneider stellte sich in der stark besetzten Klasse bis 66 kg der Konkurrenz. Nach einer Auftaktniederlage gegen Khytryi aus Augsburg ließ er sich nicht entmutigen und kämpfte sich in der Trostrunde eindrucksvoll zurück ins Turnier. Mit Siegen gegen Yilmaz aus Kassel und Danner aus Kaiserslautern zeigte er seine Klasse und seinen unbedingten Willen. Gegen Scherping vom Kaizen Berlin unterlag er schließlich und beendete das Turnier ebenfalls vorzeitig.

Die gezeigten Leistungen unserer drei Athleten bestätigen die positive Entwicklung des Judo-Club Jena und sind Ausdruck harter Trainingsarbeit, Disziplin und sportlicher Leidenschaft. In diesem Zusammenhang gilt ein besonderer Dank dem Landesleistungszentrum, mit dem der Verein seit vielen Jahren konsequent und vertrauensvoll zusammenarbeitet. Wir wissen sehr wohl, wie viel er dieser engen und nachhaltigen Kooperation zu verdanken haben. Ein großer Teil der Stärke und Qualität der heimischen Athleten gründet auf dieser langjährigen, engagierten Zusammenarbeit – eine wichtige Basis für Erfolge auf nationaler Ebene.

Fotos: Privat