Enges Rennen bei den Mannschaften
Der Judo Club Jena war Ausrichter der Thüringer Landesmeisterschaft U13 und der Mannschaftsmeisterschaft U11.
Los ging es mit der U11.
Mannschaftsmeisterschaften in eigener Halle- schon lange fieberte die U11-Trainingsgruppe auf diesen Tag hin, galt es doch, die Meistertitel als Seriensieger der letzten Jahre vor heimischer Kulisse zu verteidigen.
Aber die Konkurrenz schläft nicht und so war es absehbar, dass dies erneut eine ganz knappe Sache werden würde.
Fünf Teams bei den Jungs (davon zwei von uns) und vier bei den Mädchen kämpften im "Jeder gegen Jeden" um Titel und Medaillen.
Bei den Jungs stellten wir mit "Jena 1" und "Jena 2" zwei starke Mannschaften, bei den Mädchen gelang es uns trotz Personalnöten, ein wettbewerbsfähiges Team ins Rennen zu schicken,
Im ersten Kampf der Jungen durften zunächst unsere beiden Mannschaften gegeneinander antreten, mit 5:2 hatte "Jena 1" dann das bessere Ende für sich, ehe es dann die Mannschaft von Medizin Erfurt mit 7:0 von der Matte fegte.
Der folgende Kampf gegen PSV Eisenach, der bislang auch alle Begegnungen deutlich für sich entscheiden konnte, wurde dann zum vorgezogenen Finale: Nach dramatischem Kampf mit vielen Emotionen hatten die Wartburgstädter mit 4:3 äußerst kanpp die Nase vorn- daran änderte auch der abschließende Sieg unserer ersten Mannschaft gegen Kodokan Erfurt nichts mehr.
Stark aber auch der Auftritt von "Jena 2", die sich mit Siegen gegen Kodokan und Medizin Erfurt und einer Niederlage gegen Eisenach noch einen sehr verdienten 3.Platz sichern konnten,
Bei unseren Mädchen war die Erwartungshaltung der Trainer nicht so hoch: Nur drei Gewichtsklassen konnten wir am Ende mit eigenen Sportlern besetzen, drei weitere mit Gaststarterinnen aus Erfurt, Schwarza und Greiz, die Klasse bis 40kg war unbesetzt.
Das Starterfeld war hier extrem ausgeglichen, jeder konnte jeden schlagen: Dem Auftaktsieg unserer Mädchen gegen Meiningen folgte eine knappe und ärgerliche Niederlage gegen die Kampfgemeinschaft PSV Schmölln/ Erfurt.
Im letzten Kampf gegen den JSC Stotternheim, bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagen, galt es, nochmal alles zu geben und so wurde es erneut ein extrem enger Mannschaftskampf, den wir mit 4:3 für uns entscheiden konnten.
Somit hatten sowohl die Stotternheimer als auch wir jeweils zwei Siege auf dem Konto. Leider war der Wertungsmodus nicht auf unserer Seite, da zuerst die Kampf-Unterpunkte und nicht der direkte Vergleich gewertet wurden- hier hatten die JSC-Mädchen knapp die Nase vorn und wurden verdient Landesmeister.
Am Ende konnten wir also unsere Mannschaftstitel nicht verteidigen, aber zwei zweite Plätze und ein dritter sind ein tolles Ergebnis, zugleich auch Ansporn für das Training mit dem klaren Ziel, im kommenden Jahr die Titel wieder nach Jena zu holen.
Glückwunsch an den PSV Eisenach und den JSC Stotternheim zu ihren Titelgewinnen!
Für unsere Teams kämpften:
Jena 1: Alexander Förster, Oliver Hellfritzsch, Anton Schäfer (Gast von SV Schmalkalden), Tagir Galimov, David Solovey, Bruno Bach (Gast von PFC Ilmenau), Pino Köditz
Jena 2: Fabius Reuken, Maximilian Förster, Lian Schwirn, Andrii Lenskyi, Friedrich Hercher, Miron Domke, Ilja Ivanov, Friedrich Schneider
Jena Mädchen: Anne Marie Rückert, Mia Gütersloh, Isabella Koch, Merle Ludwig, Emma Stockmann (Gast von Greizer JC), Pia Braun (Gast von Kodokan Erfurt), Lotta Zoe Fasold (Gast von SV Schwarza)
Nach kurzer Unterbrechung ging die U13 ans Werk. Ein Novum war, dass die Teilnehmer erstmalig in gewichtsnahen Gruppen eingeteilt wurden, was bei den Trainern nicht gerade Begeisterung hervorrief.
Auf unsere Mädchen konnte man sich verlassen, sie holten 4 Titel. Unsere jüngste Teilnehmerin, Anne Marie Rückert (26,2 kg), gewann zweimal im Best of Three gegen Dehmel (PSV Eisenach) und sicherte sich damit den Titel der Thüringer Meisterin. Joleen Dröschler (36,4 kg) und Marlene Reuken (39,2 kg) waren ihrer Konkurrenz klar überlegen. Joleen gewannen zweimal vorzeitig ihre Kämpfe, Marlene dreimal. Sie holten sich den Thüringer Meistertitel. Nach einer langen Verletzungspause begann Leonie Kostejn (44,2 kg) zehn Tage vor den Meisterschaften wieder mit dem Training. Die Schulter machte keine Probleme; im Pool gewann sie ihre beiden Kämpfe und schaltete im Halbfinale die Stotterheimerin Zimmermann aus. Im Finale traf sie auf die starke Brakauskaite vom SV Schmalkalden, gegen die Leonie bereits einmal im Januar diesen Jahres verloren hatte. Hochkonzentriert ging sie zu Werke, holte sich drei Wertungen und verteidigte somit eindrucksvoll ihren Titel. Auch Arnhild Paetz (55,8 kg) erwischte einen guten Tag und nahm nach zwei Siegen und einer Niederlage stolz die Silbermedaille entgegen.
Bei den Jungen gab es Höhen und Tiefen. Dabei gelang Lennard Köhler (41,4 kg) ein Geniestreich. Nach zwei Siegen stand er erstmals in einem LEM-Finale und traf auf den starken Bruno Bach vom PFC Ilmenau. Im Standkampf ließen beide nichts zu, doch Lennard nutzte am Boden seine Chance und konnte seinen Gegner mit Festhalte besiegen. Riesenjubel im Jenaer Lager! Konrad Brendel (32,0 kg) ging ebenfalls als Titelverteidiger an den Start. Nach harten Kämpfen stand Konrad im Finale, wo Sharbo vom PSV Erfurt wartete. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem der Kampfrichterentscheid herbeigeführt werden musste. Konrads aktivere Kampfesweise sicherte ihm den Sieg und den Titelgewinn. Den Triple-Erfolg machte Franz Rieger (49,5 kg) perfekt. Nach zwei Siegen stand er in einem reinen Jenaer Finale gegen Pino Köditz. Hier konnte Franz sich durchsetzen und gewann mit Festhalte, womit er den dritten Titel bei den Jungen holte. Pino Köditz zeigte als U11-Kämpfer eine tolle Tagesleistung und wurde verdient Thüringer Vize-Meister. Ebenfalls Thüringer Vize-Meister wurden: Emil Heinrich (28 kg, 2 Siege/2 Niederlagen), Michele Böhm (44,9 kg, 2 S/1 N), Nathaniel Stanja (55,6 kg, 2 S/1 N). Dritte Plätze und damit die Bronzemedaillen erkämpften Alois Röder (41,4 kg, 2 S/1 N), Robin Eckardt (44,9 kg, 3 S/1 N), Alexander Manke (55,6 kg, 3 S/1 N) und Frederick Hofmann (60,3 kg, 2 S/1N). Fünfte Plätze gab es für Lennard Beck (41,4 kg, 2 S/1 N), Andre Stranik (37,5 kg, 3 S/2 N), Victor Vedentev (37,5 kg, 2 S/2 N) und Tagir Galimov (41,4 kg, 1 S/2 N). Für Leo (35,1 kg 0S/2NL) , Piet (35,1 kg 1S/2NL) Artur (37,5 0S/1NL) und Benjamin (44,9kg 0S/2NL) reichte es diesmal leider nicht.
Wir hatten 23 junge Judoka im Einsatz und holten 7 x Gold, 5 x Silber und 4 x Bronze sowie 4 x Platz 5 – wieder ein Top-Ergebnis. In der 55-kg-Klasse, wo Trainer Lothar Gwosdz mit Gold gerechnet hatte, ging die Rechnung nicht auf. Hier blieb Nathaniel Stanja (als Sportschüler bei 5 x Training pro Woche) unter den Erwartungen. Aber die anderen Vereine schlafen auch nicht …
Lothar Gwosdz und Steffen Gröning/ 14.06.2026










































































































































































