3 Turniersiege in Petersberg

3 mal Gold - Solide Leistungen auf hohem Niveau

Das Rauschenbergturnier ist immer ein echter Leistungstest für die U13 und U16. Der TJV nahm mit einer U13-Auswahl teil. Für den Thüringer Judoverband wurden von unserem Verein Joleen Dröschler, Marlene Reuken, Leonie Kostejn und Nathaniel Stanja nominiert.


Zuerst begannen die Jungen der U13. Diesmal waren unsere „schweren Jungs“ gut drauf.

Alexander Manke (bis 50 kg) zeigte starkes Judo, kämpfte überlegen, und nach vier Siegen stand er im Finale gegen seinen Vereinskameraden Franz Rieger. Hier setzte sich Alexander klar durch und gewann mit einem Wurfpunkt. Franz belegte Platz 2. Er gewann zwei Kämpfe souverän, musste sich jedoch sowohl im Pool als auch im Finale Alexander geschlagen geben. In derselben Gewichtsklasse trat auch Maxim Funke an. Er überzeugte mit starken Auftritten und musste sich im Turnierverlauf lediglich Franz geschlagen geben, sodass auch er eine erfolgreiche Bilanz vorweisen konnte.

Nathaniel Stanja (bis 55 kg) sicherte sich mit vier angriffsorientiert geführten und souverän gewonnenen Kämpfen die Goldmedaille. Im Finale gegen Lokk (Wiesbaden) entschied er die Begegnung mit einem sehenswerten Uchi-Mata und anschließender Festhalte vorzeitig für sich. In derselben Gewichtsklasse zeigte auch der ein Jahr jüngere Frederik Hofmann eine starke Leistung: Drei Siege standen für ihn zu Buche, lediglich gegen Nathaniel musste er sich geschlagen geben – allerdings keineswegs chancenlos. So durfte sich Frederik am Ende verdient über Bronze freuen.

Unser Leichtgewicht Konrad Brendel kämpfte bis 31 Kilogramm einmal mehr sehr beherzt. Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen reichte es diesmal nur zum fünften Platz.

Artur Morzek unterlag im ersten Kampf seiner vollen 16er Liste gleich zu Beginn an einem Heidelberger, bekam dann aber den Kopf wieder frei. Nach drei Siegen in der Trostrunde war Nurdin Omerovic aus Eisenach für ihn eine Nummer zu hoch: Platz 5.

Robin Eckardt (43 kg, 1 Sieg / 2 Niederlagen) war am heutigen Tag der sehr starken Konkurrenz leider nicht gewachsen und belegte Platz 7. Kopfhoch, es kommen mit Trainingfleiss auch wieder andere Tage.

Gegen 13 Uhr begann für die U13-Mädchen der Wettkampf. Leonie Kostejn erkämpfte in ihrem Debut in der bis 44kg ebenfalls Gold. Souverän gewann sie ihre ersten drei Kämpfe. Im Finale setzte sich Leonie gegen Schönfelder (TG Rimbach) durch. Mit einem beherzten Harai-Goshi und einer Festhalte holte sich Leonie die Goldmedaille.

Marlene Reuken (36 kg) kämpfte vielseitig und gewann ihre beiden Vorrundenkämpfe. Im Halbfinale dominierte Marlene ihre Gegnerin Wittmann (DJK Ensdorf) klar, aber eine kleine Unachtsamkeit kostete sie den Sieg. Somit blieb es bei Platz 3 – schade, da war mehr drin.

Joleen Dröschler (33 kg) zeigte im Allgemeinen eine ansteigende Form und wurde nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Dritte.

Am späten Nachmittag griffen die U16-Kämpfer ein. Die 43-kg-Klasse war „saustark“ besetzt. Ilja Kacher steigerte sich von Kampf zu Kampf. Erst im Finale musste sich Ilja dem cleveren und abgezockten Gupalo (Wiesbaden) geschlagen geben. Der 2. Platz war eine Superleistung. Auch Thore Schneider - ebenfalls bis 43 kg - kämpfte überlegen und nutzte seine Chancen. Erst im Halbfinale wurde Thore ebenfalls von Gupalo (Wiesbaden) gestoppt. In diesem Kampf fand Thore kein Mittel zum Sieg. Im kleinen Finale zeigte Thore seine Klasse: Schon nach fünf Sekunden gewann er gegen den starken Leipziger Hammermüller mit einer Würgetechnik und belegte somit Platz 3.

Jeremiah Ziermann - neu in der bis 46 kg - zeigte ebenfalls einen deutlichen Formanstieg. Sehenswert waren seine Würfe auf den Knien, an denen man erkennen kann, dass er auch neben dem Vereinstraining viel an sich arbeitet. Schlussendlich belegte Jeremiah nach zwei Siegen und zwei Niederlagen einen guten 3. Platz.

Khoi Nguyen (37 kg) belegte nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Platz 5. Khoi war im Griffkampf deutlich im Nachteil: hier muss er an sich arbeiten um künftig punkten zu können!

Den Tagesabschluss machen die U16 weiblich mit Carolina Weiße und Elise Reuken.

Carolina, die nur knapp in die 52-kg-Klasse gerutscht war, startete als Endjahrgang in einem mit 9 Athletinnen besetzten 16er-Feld. Mit zwei Siegen und einer Niederlage zeigte sie eine solide Leistung. Im entscheidenden Duell um Rang drei traf sie auf Elena Gerstner aus Bad Kissingen. Nach einer Phase des längeren taktischen Abtastens erkannte Carolina ihre Chance im Bodenkampf, setzte entschlossen nach und gewann mit einer Festhalte. Für die lange Anreise wurde sie mit Bronze belohnt.

Elise steuerte noch eine Silbermedaille bei. Am Boden spielte Elise ihre Stärke aus und gewann zweimal im Boden. Sehenswert war ihr blitzschnelles Umstellen von Uki Gatame auf Juji Gatame als die Gegnerin fahrlässiger Weise ihren Arm freigab. Um den Poolsieg verlor Elise gegen Mägdefrau (Wiesbaden) erst im Golden Score nach sieben Minuten. Beim Sparkassenpokal war Elise noch recht schnell gegen sie geflogen. Das Halbfinale gewann Elise ohne großen Widerstand blitzschnell durch Wurfpunkt. Im Finale traf Elise erneut auf Mägdefrau (Wiesbaden). Keiner schenkte dem anderen etwas, und es gelang keiner eine technische Wertung. Somit ging es wieder ins Golden Score, und Elise verlor erneut wieder denkbar knapp nach sieben Minuten. Völlig ausgepowert nahm Elise die Silbermedaille entgegen.

Wer in Petersberg ganz oben stehen will, muss die starken Wiesbadener Judoka besiegen. Insgesamt war viel Positives zu sehen, aber es ergeben sich auch neue Ansätze für das kommende Training.

Fotos: Reuken / Morzek