Mut, Miteinander und Medaillen

Traktorpokal des JSC Stotternheim

Volles Haus zum halben Jahrhundert: Beim Traktorpokal anlässlich des 50. Vereinsjubiläums des JSC Stotternheim in Großrudestedt gingen rund 200 Sportler an den Start – 100 in U8/U10, noch einmal 100 in U12/U14. Das Catering suchte seinesgleichen: selbstgemachte, mit Apfelmus gefüllte Crêpes von bestens gelaunten Crewmitgliedern, die sich zwischendurch auch mal gegenseitig einen Eierlikör spendierten. Es herrschte echte Dorffeststimmung, die Halle erinnerte eher an ein Festzelt als an eine Sporthalle. Das beste Wetter tat sein Übriges: Die Siegerehrung fand im Freien statt, standesgemäß vor einem echten Traktor als Kulisse.

Für den JC Jena lief es prächtig: Platz zwei in der Gesamtwertung. Alle vier Athleten der U14 gaben in ihren Altersklassen den Ton an – vier Starts, vier Mal Gold. Auch der Rest der Mannschaft ließ sich nicht lumpen.

Besonders hervorzuheben:

Andre, der seit Kurzem regelmäßig beim Stützpunkttraining mitmacht. Dieses Jahr war für ihn bislang medaillenlos geblieben – jetzt gleich Gold. Ein Ansporn für ihn und eine Erinnerung für alle: Fleiß zahlt sich irgendwann aus.

Uria, unser israelischer Neuzugang, schrammte hauchdünn an Gold vorbei. Für ihn ist nicht nur die Sprache eine Herausforderung, sondern auch eine judotechnische Umstellung: Anders als in seiner Heimat üblich, darf er in Deutschland nicht übergreifen. Trotzdem: ganz nah dran.

Fabius kämpfte routiniert und hochmotiviert. So wurde er neben der Goldmedaille auch als bester Kämpfer der Altersklassen U8/U10 mit einem Pokal gekrönt. Robin teile voller Stolz sein "Schicksal" in der U12/U14.

Für Joshi, Jakob, Theo, Anton und Julian war es der erste Auswärtswettkampf. Der eigenen Angst zu trotzen und Mut zu beweisen – darum geht es im Judo.

Ein rundum gelungener Tag – sportlich stark, kulinarisch bestens versorgt und mit Traktor-Flair, das man so schnell nicht vergisst.

Fotos: Privat