Japanreise

Henrys persönliche Eindrücke

Vom 10. bis zum 29. November war ich mit dem DJB und am Ende mit dem TJV auf Trainingsreise in Japan. Knapp drei Wochen voller intensiver Einheiten, neuer Eindrücke und vieler wertvoller Erfahrungen. Die Reise war sowohl herausfordernd als auch extrem lehrreich und hat mich nach meiner Verletzung ebenso wie technisch deutlich weitergebracht.

Den Auftakt bildeten drei Tage an der Kokugakuin Universität. Wie fast überall in Japan standen dort viele Randoris auf dem Programm: meist 12 bis 15 Runden, eingeleitet durch etwa 10 Minuten Uchi-komi zum Aufwärmen. Trainiert haben dort am Nachmittag, während am Vormittag für uns über den Lehrgang normalerweise Krafttraining, Laufen oder Technik auf dem Plan stand. Es folgten drei Tage im National Training Center (NTC) in Tokio, wo ich sowohl mein bestes als auch mein härtestes Training absolvierte. Die Teilnahme am dortigen Trainingscamp war außerdem etwas ganz Besonderes, da nur wenige Judoka die Möglichkeit bekommen, dort zu trainieren. 

Ein weiteres Highlight war der Trainingstag im Kodokan, der ältesten Judoschule der Welt. Dort absolvierten wir eine intensive Einheit, bevor es weiter ging zu zwei Trainingstagen an der Nittaidai (Nippon Sport Science University) und anschließend zwei Tagen an der Kokushikan Universität. Beide Universitäten boten extrem starke Trainingspartner und viele anspruchsvolle Randoris. 

An den beiden Wochenenden hatte ich jeweils ein bis zwei Tage frei, um die Stadt, die Kultur und das Land besser kennenzulernen und mich zwischendurch zu erholen. In dieser Freizeit standen unter anderem das berühmte Shibuya Crossing, Shopping in Tokio, traditionelles Essen und ein erholsamer Besuch im Onsen auf dem Programm.

Für die letzten drei Tage reiste ich nach Kumamoto, wo der TJV bereits seit einer Woche trainierte. Dort absolvierte ich noch einmal drei intensive Trainingseinheiten sowie zusätzliche Treppensprints. Besonders gefreut hat mich, dass ich vor Ort einige Freunde wiedergetroffen habe, was die Stimmung und Motivation zusätzlich gesteigert hat.

Insgesamt war die Reise sportlich enorm wertvoll – und gleichzeitig ein unvergessliches Erlebnis.

Henry Röder / 1.12.2025

Henry Röder