Das Doppel-Triple perfekt gemacht!
(SG) Schmölln war der Austragungsort der diesjährigen Landesvereinsmannschaftsmeisterschaften der U11. Das Team des PSV Schmölln um Geburtstagskind Ivo Schöne stellte einmal mehr einen perfekt organisierten Wettkampf auf die Beine, bei dem es für unsere Jungs und Mädchen nach den jeweiligen Titelgewinnen in den letzten beiden Jahren nur ein Ziel geben konnte: Erneute Verteidigung der beiden Landesmeistertitel.
Das dies -speziell bei den Mädchen- heute kein leichtes Unterfangen werden würde, war spätestens dann klar, als mit Anne Rückert unsere Leichtgewichtlerin krankheitsbedingt absagen musste und wir somit die unterste Gewichtsklasse nicht besetzen konnten.
Trotzdem wollte das verbliebene Team, verstärkt mit drei Gaststarterinnen, keinesfalls klein beigeben. Gegen den PSV Erfurt lagen wir nach zwei Gewichtsklassen mit 0:2 hinten, ehe dann Joleen, Mia, Daria und Ariane das Blatt wenden und uns mit vier Siegen uneinholbar in Front brachten, so daß die abschließende Niederlage auf den Ausgang der Begegnung keinen Einfluss mehr hatte.
Gegen Stotternheim lagen wir erneut mit zwei Punkten zurück, dann drehten Joleen, Mia und Daria die Begegnung zum Zwischenstand von 3:2 für uns. Im vorletzten Kampf konnte sich Ariane leider nicht durchsetzen, somit stand es vor dem letzten Kampf 3:3.
Die gesamte Last lag jetzt auf den Schultern von Arnhild, die erst vor zwei Wochen aus der Anfängergruppe gekommen war. Mit zwei schönen Würfen erzielte sie die siegbringende Wertung und sicherte so unseren Mädchen den dritten Titelgewinn in Folge.
Für das Mädchenteam kämpften heute Merle Ludwig, Joleen Dröschler, Mia Grossmann (PSV Schmölln), Daria Diehl (BZ Wartburgkreis), Ariane Driesel (PSV Meiningen) und Arnhild Paetz.
Bei den Jungen hatten die Trainer die Qual der Wahl zwischen vielen Sportlern, die sich eine Teilnahme verdient hatten. Letzten Endes stellten wir zwei Teams, mit "Jena 1" eine zahlenmäßig etwas stärkere, aber jüngere Mannschaft, die -angeführt von den erfahrenen Lennard und Franz- vor allem Wettkampferfahrung sammeln sollte sowie mit "Jena 2" das etwas stärker eingeschätzte Team, welches erneut nach dem Titel greifen sollte.
Letzten Endes ging der Plan der Trainer auf: Team 1 kämpfte stark, konnte sich aber im Pool gegen Kodokan Erfurt (2:5) und SV Schwarza (3:4) nicht durchsetzen.
Team 2 bekam es im Pool zuerst mit dem JSC Stotternheim zu tun, die uns wirklich alles abverlangten. Nach verheißungsvollem Auftakt durch Olivers Sieg setzte es dann zwei Niederlagen für Konrad und Leo, ehe dann Arthur, Tagir und Benjamin das Blatt wenden konnten. Fredericks Niederlage im letzten Kampf war dann zu verschmerzen, da der Sieg bereits feststand.
Zweiter Poolgegner war der PSV Eisenach, der sich mit drei Gaststartern verstärkt hatte. Am Ende war die Sache bei weitem nicht so eindeutig, wie es das Endergebnis von 5:2 auszudrücken schien: Viele Kämpfe waren eng und auf Messers Schneide und hätten ebenso andersherum ausgehen können.
Kodokan Erfurt hieß dann der Halbfinalgegner, ebenfalls mit einem starken Team am Start, allerdings in zwei Gewichtsklassen unbesetzt, was uns bereits einen Zwei-Punkte-Vorsprung bescherte. Siege von Oliver, Leo und Benjamin sorgten dann auch für ein recht klares Ergebnis von 5:2, wobei insbesondere der Kampf von Leo gegen Anton Schäfer nichts für schwache Nerven war. Beide lieferten sich ein rassiges Duell mit dem knappen besseren Ende für Leo, wobei es die Fairness gebietet, darauf hinzuweisen, daß sein Gegner ein Jahr jünger und eigentlich eine Gewichtsklasse niedriger angesiedelt war. Das soll aber Leos Leistung keinesfalls schmälern.
Finalgegner waren dann mal wieder die Sportfreunde vom SV Schwarza, ebenfalls auf mehreren Positionen mit Gaststartern komplettiert. Oliver eröffnete die Begegnung mit seinem vierten Ipponsieg an diesem Tag, womit er auch der einzige im Team war, der alle seine Kämpfe gewinnen konnte. Konrad unterlag dann in einem ganz engen Duell erst durch Kampfrichterentscheid, ehe Leo uns dann wieder in Front bringen konnte.
Hochmotiviert ging Arthur auf die Matte und bestimmte von Anfang an den Kampf. In einer Bodenaktion agierte er allerdings höchst unglücklich und leider nicht regelkonform, als er im Bestreben, den Kopf des Gegners zur Seite zu drücken, mit der Hand gegen den Kopf schlug. Die Kampfrichter entschieden dann nach mehrmaliger Sichtung der Szene am Bildschirm auf Hansokumake mit Disqualifikation- eine harte, aber letztlich korrekte und folgerichtige Entscheidung.
Natürlich waren die Mannschaftskameraden jetzt erst besonders "heiß", drei Siege von Tagir, Benjamin und Frederick sorgten für klare Verhältnisse und den erneuten Titelgewinn.
Bei solch starker Teamleistung ist es immer schwer, einzelne Sportler besonders herauszuheben, trotzdem soll dies hier geschehen: Oliver als jüngster Kämpfer im Team hatte einfach einen Sahne-Tag und zeigte mit schönem Judo und vier Ippon-Siegen, daß mit ihm auch künftig stark zu rechnen sein wird. Benjamin konnte ebenfalls zeigen, daß er sich sehr gut entwickelt hat- drei Ippon-Siege sind Beleg dafür.
In unseren beiden Jungen -Teams kämpften Alexander und Maximilian Förster, Oliver Hellfritzsch, Konrad Brendel, Andrii Lenskyi, Lian Schwirn, Leo Kemmler, Piet de Vries, Lennard Beck, Arthur Morzek, Friedrich Hercher, Friedrich Schneider, Tagir Galimov, Benjamin Koch, Frederick Hofmann, Franz Rieger und Pino Köditz.
Nicht vergessen werden soll unser Bundeskampfrichter Fabian Bogedaly, der als Hauptkampfrichter diesen Wettkampf mit großer Sachlichkeit und Kompetenz leitete und somit auch unseren Verein würdig vertrat.

















































